Gebiss, Geige, Bundesverdienstkreuz - es gibt nichts, was Zugreisende nicht in der Bahn liegenlassen. 250 000 Fundsachen sammelt das zentrale Fundbüro der Deutschen Bahn in Wuppertal. Die Reportage begleitet dort den Alltag, Auktionen, dramatische Recherchen, skurrile Typen und Geschichten.

Die Konfirmation ist auch der Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenleben. Doch das christliche "Ja" zum Glauben gerät heute manchmal in den Hintergrund...

Sechzig Männer schuften seit mehr als vierzehn Monaten im Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich. Sie sind Spezialisten für den Rückbau von Industrieanlagen. Ihr Ziel: Die Demontage des Maschinenhauses. Eine Herkulesarbeit. Vor sieben Jahren begann der Rückbau der Anlage. Und seither lernen sie hier, wie man künftig dieses und alle weiteren Kernkraftwerke in Deutschland dem Erdboden gleich machen kann.Insofern sind Wolfgang Paetow, Sicherheits-Ingenieur, Detlef Ehlert, Baustellenleiter und Manuel Menn, Jung-Ingenieur die eigentlichen Pioniere des deutschen Atomausstiegs. Ihr aktuelles Teilprojekt: Sie verantworten den kompletten Ausbau der Turbine aus dem Maschinenhaus. Im Oktober 2011 stehen sie vor ihrer größten Herausforderung: dem Abtransport des 450 Tonnen schweren Generators aus dem Gebäude. Sein Gewicht entspricht dem von fast drei Jumbo Jets. Durch Kräne gesichert und von schweren Zugmaschinen wird sich der Stromerzeuger sodann an irgendeinem Tag im Dezember - so genau weiß das heute noch keiner - den rund einen Kilometer langen Weg im Schneckentempo vom Maschinenhaus zur Laderampe am Rhein. Von dort aus wird er dann per Last-Schiff seine Weiterreise antreten.Der mehr als dreißig Jahre Generator, der nur wenige Stunden gelaufen ist, wurde an einen Energieversorger in Ägypten verkauft. Bald soll er in einem Gaskraftwerk in Nordägypten für die Stromproduktion sorgen.Doch bis es soweit ist, müssen die Männer noch das gesamte Maschinenhaus entkernen. Auch das eine Mammutaufgabe. Meterlange, sperrige und tonnenschwere Rohre sind zu zerlegen. Immer wieder passiert etwas Unvorhersehbares, läuft etwas schief. Detlef Ehlert, Wolfgang Paetow und Manuell Menn müssen improvisieren, ständig mit dem Blick auf der Uhr. Denn der Zeitplan ist eng. Hinzu kommt: Unmengen von verstrahlten Anlagenteile müssen entsorgt werden. Die Reportage begleitet die drei Männer bei ihrer täglichen Arbeit, von Sommer 2011 bis zum Abtransport des Generators im Dezember 2011.

Villen, Casino und Nobelhotels, ein gesundes Klima, ausgedehnte Strände und Pferdesport, das ist Deauville in der Normandie. Wer etwas auf sich hält in der Pariser Gesellschaft, der muss einmal in seinem Leben einen Sommer an der Côte Fleurie, der Blumenküste, im Norden Frankreichs verbringen.

Autofahren - immer noch eine Männerdomäne? Für Liane Pankel auf gar keinen Fall. Auch wenn sie Anfang der 80er Jahre in Mannheim noch die einzige Frau mit Fahrlehrerprüfung war: Frauen lassen sich von Liane Pankel gerne das Schalten und Kuppeln beibringen.

Bis in die 50er Jahre waren die Äolischen Inseln selbst den Italienern kaum bekannt. Die Wende brachte ausgerechnet das Kino. Als Roberto Rossellini 1949 auf der Insel Stromboli zusammen mit Ingrid Bergmann den gleichnamigen Film drehte, löste er die erste große Besucherwelle aus.

Casa Ingrid, das Haus, in dem Regisseur Roberto Rossellini und seine Diva, der Hollywood-Star Ingrid Bergmann, während ihrer Dreharbeiten residierten.

Drastisch steigende Strompreise, Streit und Chaos bei der Umsetzung. Das ist für uns Bürger die Energiewende. Was läuft da schief? Was muss sich ändern? Betrifft schaut genauer hin und hat über ein Jahr lang zwei Bürgerinitiativen beim Protest begleitet.

"Sie haben das Geld - wir die Erfahrung. In sechs Monate ist es umgekehrt" So ähnlich lautete wohl das heimliche Motto einer Geldanlage-Gesellschaft, die im Südwesten für "absolut sichere" Geschäfte mit Gold warb. Nur: Für die meisten Anleger endete das Abenteuer mit dem Totalverlust. Wo sind die Millionen geblieben? Die "betrifft"-Reporter Edgar Verheyen und Sabine Harder machen sich auf die Spur der windigen Geschäftemacher und decken einen wahren Wirtschaftskrimi auf.

Kamele, Lamas und Strauße in Baden-Württemberg? Von wegen nur Rinder und Schweine: Immer mehr Landwirte erliegen dem Charme exotischer Nutztiere. Die Landwirte haben dadurch ein zusätzliches Standbein.

Man mag staunend vor den Pyramiden Ägyptens stehen und sich fragen, wie die tonnenschweren Steinblöcke transportiert und zu den Pharaonischen Gräbern aufeinander geschichtet werden konnten. Doch einen ganzen Berggipfel in ein Grabmal zu verwandeln, grenzt an Tollkühnheit und ist einmalig in der Weltgeschichte.

Seit fast 200 Jahren stellt sie Bürsten her: die Firma Keller- Faller in Todtnau im Südschwarzwald. Allen wirtschaftlichen Krisen zum Trotz hat sie es geschafft, sich erfolgreich auf dem Markt gegen Billigprodukte aus Fernost zu behaupten.

Einfacher leben, der Konsumgüterindustrie ein Schnippchen schlagen: aus Sparsamkeit, aus Geiz, aus Prinzip - das liegt im Trend. Zeitschriften, Rundbriefe und Internetseiten sind die Foren für passionierte Konsumverweiger. Eine filmische Reise durchs sparsame Deutschland...

Dem Billig-Flughafen Hahn droht das Aus: Die Passagierzahlen sinken, die Flughafengesellschaft ist hochverschuldet. betrifft zeigt in seinem Film, dass Ryanair bei dem Spiel gewinnt, der Staat und seine Bürger aber verlieren - denn Flugtickets sind nur deshalb billig, weil der Steuerzahler seit Jahren kräftig mitzahlt, auch wenn er gar nicht fliegt.

Der zwanzigste Geburtstag von Eisenbahn-Romantik ist ein passender Anlass, um viele Regionen des SWR-Sendegebietes zu besuchen. Sechs Tage lang geht es durch Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland, dabei wurden fast 2.500 Kilometer zurückgelegt.

Mit zwanzig verschiedenen Dampflokomotiven und einigen E-Lok Oldtimern feiert die SWR-Eisenbahnromantik das Bahn Jubiläum in der Alpenrepublik Mehr als 2.500 Kilometer legen die Loks in acht Tagen zurück. Glanzlichter sind die Fahrt über den Arlberg, vorbei an Kitzbühel, über die Tauern und die Murtalbahn, auf der man reisen kann, wie vor hundert Jahren.

Viele Modellbahn Freunde haben einen besonderen Wunsch, sich eine Welt nach ihren Vorstellungen in Miniaturausgabe zu schaffen. Heraus kommen dabei nicht selten kleine Kunstwerke.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es Museums-Eisenbahnen in Deutschland. Vorreiter waren Eisenbahnfreunde in Niedersachsen. Diese gründeten 1966 die erste Museums-Eisenbahn Deutschlands.

Für die Obstbauern und Schnapsbrenner Marcus Hofmeister und Ulrich Weippert ist der Herbst die arbeitsreichste Jahreszeit. Cox Orange, Braeburn und Jonagold sind reif und müssen dringend vom Baum. Und auch die Champagner Bratbirnen dürfen keinen Tag länger hängen. Die Weiterverarbeitung muss zügig von statten gehen, schließlich akzeptieren die Lebensmittelgeschäfte nur absolut frisches Tafelobst. Bekannt sind die beiden Bauern allerdings eher für ihre raffinierten Destillate, für die sie nur bestes Obst verwerten. Quitten, Vogelbeeren, Schlehen - was die Natur den beiden schenkt, landet im Brennkessel. Seit vier Jahren reift in Marcus Hofmeisters Fässern zudem ein ganz besonderer Tropfen: Schwäbischer Whisky. Absolut trendy. Des Brenners größter Traum - einmal besser bewertet zu werden als traditionsreiche schottische Konkurrenz.Während der 36-jährige Hofmeister gemeinsam mit seiner Frau Stephanie ausschließlich seine 6 ha große Anlage bewirtschaftet, erntet der zwei Jahre jüngere Kollege Weippert auf seinem 11 ha großen Anwesen in Pfedelbach auch die Äpfel auf den Streuobstwiesen. Eine zusätzliche Einnahmequelle vom Obstbauer Weippert ist die Pferdepension, die er gemeinsam mit Vater Siegfried betreibt, denn beide wissen, dass Frost und Hagel eine gesamte Jahresernte vernichten können. Da ist es gut, ein zweites Standbein zu haben. Schlaglicht begleitet die beiden Schnapsbrenner bis zum Höhepunkt des Jahres: wenn das Destillat aus dem Brennrohr tröpfelt. Bis dahin: auf und ab, Bangen und Hoffen, wie es wird. Schließlich kämpfen die beiden nicht nur um Kunden, sondern auch gegeneinander: Wer liefert den besseren Brand?

Wie treffe ich den Geschmack der Verbraucher? Das fragt sich Karin Tischer. Sie entwickelt neue Rezepte für Lebensmittel und gibt ihnen ein appetitliches Outfit. Die Produktdesignerin ist Geheimnisträgerin für Millionenkampagnen.

Zwei Männer und ihr Baby: Charlotte die Tunnelbohrmaschine, Gewicht: 2200 Tonnen. Stephan Hanusek und der Franzose Daniel Roussel sind Tunnelbauingenieure. Stephan Hanusek des badischen Bohrmaschinenherstellers Herrenknecht hat Charlotte geplant und gebaut. Daniel Roussel, Beschäftigter eines französischen Baukonzerns wird mit der Maschine zwei Eisenbahnröhren durch die Vogesen bauen. Dieser Tunnel ist Teil der noch fehlenden Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart-Straßburg-Paris. Ist der Tunnel fertig, braucht man von Stuttgart nach Paris nur 3 ¼ Stunden Fahrzeit. Vier Kilometer wird sich Charlotte durch die Vogesen bohren. Eine schwierige Strecke. Auf den ersten 200 Metern ist das Gestein locker und brüchig. Vor dem Bohrkopf muss ein Druck von drei Bar aufgebaut werden, um den Berg zu halten. Damit das möglich ist, hat die Maschine eine Druckkammer, in der sich die Arbeiter nach ihrem Dienst wie nach einem Tauchgang an den normalen Luftdruck gewöhnen müssen. 10 Monate wird es dauern, dann wird Charlotte die erste Röhre gebohrt haben. Anfang August 2012 ist der Durchbruch auf der anderen Seite der Vogesen.Wir begleiten die beiden Tunnelbohrer Stephan Hanusek und Daniel Roussel in diesen 10 Monaten, in der die erste Röhre fertig sein wird.

Hühnereier einsammeln, Marmelade machen und ausmisten statt Klavierunterricht. Eine rheinland-pfälzische Familie aus der Stadt verändert ihr Leben total. Selbstversorgung, soweit es eben möglich ist - das ist das erklärte Ziel der Familie. Hühner, Schweine und Kühe wollen die vier halten und den großen Bauerngarten bewirtschaften.

Martin Lauber und Frank Bach gehören zur "Ermittlungsgruppe Eigentum", einer Spezialeinheit des Karlsruher Polizeipräsidiums. Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt stetig. Karlsruhe ist wegen seiner geographischen Lage besonders beliebt, vielleicht aber auch, weil die Polizei mit ihrer Aufklärungsquote lange zu den Schlusslichtern gehörte. Die Reportage ist dabei, wenn die beiden Ermittler die Fälle zu lösen versuchen.

Alt sein ohne Alleinsein - gibt es das? Die Aussicht auf ein langes Leben weckt bei vielen Menschen auch die Angst vor Einsamkeit und Hilflosigkeit im Alter. Mit wem und wie lebe ich, wenn ich einmal krank und pflegebedürftig werde? Antworten auf diese Frage sucht die bekannte Diplom-Pädagogin und Familienexpertin Katia Saalfrank.

Seit 1994 gräbt in Naga ein Team deutscher Archäologen eine Stadt aus, deren Blüte um Christi Geburt begann und ein halbes Jahrtausend später mit dem Untergang des Reiches von Meroë endete. Eine Widderallee führt den Abhang hoch zum zentralen Tempel, ganz in der Tradition ägyptischer Sphingenalleen.

Weihrauch ist der Wundsaft eines knorrigen Wüsten-Baumes. Dieter Moor folgt den Spuren dieses gleichermaßen mythischen wie aromatischen Rauchs auf einer der ältesten Karawanen-Handelsstrasse der Geschichte.

Dieter Moors unternimmt eine Reise zu Welterbestätten die das Essen, Trinken und Genießen zum Thema haben. Sie gehören zum so genannten immateriellen Kulturerbe, d.h. "lebendige kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen werden". Zum Beispiel Wein aus Europa oder indischer Tee.

Ein kleines, sympathisches Verwaltungs- und Fabrikgebäude, in dem bis auf den heutigen Tag Schuhleisten gefertigt werden. Das Besondere im Fagus-Werk: Es hat die erste freischwebende Treppe! Die erste gläserne Ecke! Erstmals wird hier auf massive, dem Auge Stabilität versprechende Eckpfeiler verzichtet, moderne Leichtigkeit tritt an die Stelle wilhelminischen Prunks.

Mexiko City ist Ausgangspunkt der Filmerzählung über die Eroberungen der spanischen Konquisitadoren in der damals neuen Welt. Die Reise führt u.a. in das "Tal von Oaxaca", zum "Panamakanal", nach "Cuzco". Es wird "das Kloster Santo Domingo" gezeigt, bevor es weitergeht nach "Potosi" u.a. Stätten. Der Film endet letztlich in "Kuba".

Die Eisenbahn in Österreich feiert ihren 175. Geburtstag und Eisenbahn-Romantik feiert in Form einer spektakulären Sonderfahrt mit. Mit zwanzig verschiedenen Dampflokomotiven und einigen E-Lok Oldtimern geht es einmal quer durch die Alpenrepublik.

Es ist das erste archäologische Welterbe unter Wasser. Ein Erbe so außergewöhnlich reich an prähistorischen Funden, dass es sogar mit "Weltwundern" wie den Ägyptischen Pyramiden verglichen wurde.

Inmitten von Karstbergen reihen sich sechzehn kleinere und größere Seen aneinander, verbunden durch zahllose Kaskaden und unterirdische Wasserläufe. Ein grandioses Schauspiel der Natur, das sich immer wieder neu erfindet. Blaugrünes, kristallklares Wasser sucht seine Wege, fällt über Barrieren von einem Seebecken in das nächste und überwindet so einen Höhenunterschied von 133 Metern.

Romeo, tragische Figur Shakespeares, hatte kein Auge für die Schönheit der Stadt seines Exils. Dabei ist Mantua eine Hochburg der Renaissance und die Stadt von Virgil, Claudio Monteverdi oder Andrea Mantegna. Zudem beherbergt Mantua viele Kunstschätze.

Wien ist die Kulisse für Dieter Moors Erzählungen über einige der wichtigsten Nekropolen der Erde. Welche Kulisse wäre dafür besser geeignet als Wien. Keine europäische Stadt hat eine so innige Verbindung zum Tod. Einige der prächtigsten Bauten entstanden durch den Totenkult. An den verschiedensten Plätzen dieser Erde findet man Grabmäler, die Einblicke in die unterschiedlichsten Kulturen geben. All diesen Kulturen war eines bewusst: Der Tod währt länger als jedes Leben.

"Festina lente" -| Eile mit Weile! So lautet die Aufschrift auf dem Alpine Classic Pullmanwagen aus dem Jahr 1931. Unsere Reise startet im mondänen St. Moritz und führt in zwei Tagesetappen nach Zermatt.

"Festina lente" -| Eile mit Weile! So lautet die Aufschrift auf dem Alpine Classic Pullmanwagen aus dem Jahr 1931. Unsere Reise startet im mondänen St. Moritz und führt in zwei Tagesetappen nach Zermatt.

"Festina lente" -| Eile mit Weile! So lautet die Aufschrift auf dem Alpine Classic Pullmanwagen aus dem Jahr 1931. Unsere Reise startet im mondänen St. Moritz und führt in zwei Tagesetappen nach Zermatt.

Hof sucht Bauer. Viele Landwirte haben keine Nachfolger. Dabei gibt es junge Familien, die es aufs Land und die Scholle zieht. Aber passen Erwartungen an das Landleben und die Realität des Berufsbauern zusammen?

Die Herren und Damen von und zu: beliebt in den Klatschblättern, beladen mit Vorurteilen. Doch passen adlige Traditionen und das moderne Leben heute noch zusammen? Eine jahrhundertelange Familiengeschichte - bringt sie Nutzen oder ist sie eher eine Last? Eine Spurensuche...

Lassen Sie sich in historischen Wagen vom "Wein in den Wald" schaukeln. Durch die Rebhänge von Retz in Niederösterreich windet sich der Reblaus Express bergauf und rollt gemächlich vom Wein- ins Waldviertel.

Aus der Ferne rattert ein Wägelchen vom Meer heran, eine selbstfahrende Lore mit einem Viertakt-Motor. Ohne Lorenbahn wäre die Hallig Oland von der Außenwelt abgeschlossen, denn Schiffe können wegen der geringen Wassertiefe nur unregelmäßig dort anlegen.

Die in den nördlichen Breiten durch Zeckenstiche am häufigsten übertragene Krankheit ist die Borreliose. Wie gefährlich sie ist, darum tobt eine heftige Auseinandersetzung. Selbsthilfegruppen sprechen von jährlich mehr als einer Million Opfer allein in Deutschland, die Krankheit könne sich jahrelang im Körper verstecken und auch dann für eine Vielzahl von Beschwerden sorgen, wenn sie mit wissenschaftlich anerkannten Methoden gar nicht nachweisbar ist. Offizielle Stellen halten diese Zahlen für völlig übertrieben und warnen vor einer "Borreliose-Hysterie". Die Dokumentation will klären, wie gefährlich die Borreliose wirklich ist.

Verborgen hinter ganzjährigen Blizzards und einer monatelangen Polarnacht liegt Wrangel Island nur wenige Seemeilen vor der arktischen Packeisgrenze. Es ist das letzte unberührte Naturparadies nordwestlich der Beringsstrasse. Bei Wintertemperaturen bis unter - 40 °C leben mehr als 1000 Polarbären, Moschusochsen und Rentiere neben Walrosskolonien, Robbenfamilien, Polarfüchsen, Wölfen und unzähligen kleineren endemischen Tier- und Pflanzenarten auf einer 7.608 km² großen "Arche Noah" der letzten Eiszeit.

Prächtige Giebelhäuser, steinerne Brücken, ein raffiniertes System von größeren und kleineren Wasserstraßen. Amsterdam - das Venedig des Nordens. In einem weiten Halbkreis umschließt der Grachtengürtel mit seinen drei Hauptkanälen die Altstadt im Süden und Westen. Das Ensemble gilt als städtebauliches und architektonisches Gesamtkunstwerk aus dem 17. Jahrhundert und wurde 2010 zum Unesco-Welterbe ernannt.

Strand, Surfen und "Sodade", Musik für die Seele - das sind wohl die gängigen Assoziationen zu den Kapverdischen Inseln. Sonne an 350 Tagen im Jahr, Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Das klingt nach Paradies. Heute. 500 Jahre zuvor klang Cabo Verde nach Sklavenhandel, Hunger, Verbannung, nach Weggehen. Kap Verde lag im Schnittpunkt der Verbindungslinien zwischen Europa, Afrika und Amerika. Und Ribeira Grande spielte 150 Jahre lang eine schreckliche und glanzvolle Rolle im Welthandel mit der Skalverei...

Im Mittelpunkt des Films stehen drei der neun von der UNESCO zum Welterbe erklärten Wälder. Sie sind die letzten Reste eines riesigen Dschungels, der sich bis ins vergangene Jahrhundert an der Küste Kenias zum Indischen Ozean erstreckte. In diesem Wald lagen die 'Kayas', das bedeutet "Platz" oder "Ort". Bis vor etwa fünfzig Jahren waren es noch Dörfer, welche die Stämme der Mijikenda vor langer Zeit auf ihrer Flucht vor den Massai, zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert, versteckt im Dschungel gegründet hatten. Heute existieren diese Stammeskonflikte nicht mehr. Aus den "Kayas" sind heilige Plätze geworden, an denen die Clans ihre Toten beerdigen, die Ahnen verehren oder sich der Ältestenrat versammelt. Um die heiligen Plätze nicht zu entweihen dürfen diese nur barfuß betreten werden.

Zentrum des Weltkulturerbes Falun ist die noch immer begehbare Kupfermine, die mit jedem Schritt die Mühsal des Erz-Abbaus wach ruft. Gleich daneben klafft ein gigantisches Loch, Ergebnis des verheerenden Einsturzes eines ganzen Kupferberges. Auch dieses Loch, das wie eine klaffende Wunde aussieht, steht unter dem Schutz der Unesco. Weil es den Preis für die hemmungslose Ausbeutung von Naturschätzen dokumentiert. Geschützt ist weiterhin die um 1700 gebaute Grubenarbeiter-Siedlung mit ihren winzigen Häusern sowie ein paar Herrenhöfe im Grünen, welche die Grubenbetreiber bewohnten. Alles zusammen bildet eine einzigartige Industrielandschaft, die sich in einem Umkreis von 20 Kilometern um die einstige Kupfermetropole Falun zieht. Dieses Welterbe verweist auch auf die Kehrseite des sagenhaften Reichtums, den die Kupfermine ihren Betreibern brachte. Erinnert an all die Menschen, die ihr Leben dafür ließen, dass sich Schweden einst in eine Kupfergroßmacht verwandeln konnte.

Wassermangel führt zu Völkerwanderungen und Kriegen. Dieter Moor besucht in dieser Spezialsendung der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" einige Orte, an denen der Mensch mit seinem Erfindungsgeist, seiner Neugier und seinem Lebenswillen versucht hat, sich das Wasser untertan zu machen, es für sich zu nützen.

Afrika ist kein homogener Raum. Es ist ein Kontinent mit über 50 Staaten, bevölkert von mehr als einer Milliarde Menschen. Und es ist ein Kontinent mit unzähligen, zum Teil uralten Kulturen, die in ihrer Vielfalt von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet wurde. Dieter Moor zeigt in dieser Spezialsendung der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit" einige dieser Kulturen.

Newgrange ein Hügelgrab aus der Jungsteinzeit, 5.000 Jahre alt. Ein Bauwerk - ein Kunstwerk, in des Wortes wahrstem Sinne. Älter als die ägyptischen Pyramiden. Älter als das antike Babylon, die Mutter aller Städte. In der Umgebung finden sich noch zwei Grabstätten die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Knowth, das Hauptgrab ist umgeben von Satellitengräbern und Dowth. Die dritte Anlage zeigt sich so wie die Grabhügel im Mittelalter wahrgenommen wurden, als scheinbar natürlich gewachsener Teil der Landschaft. Die Gräber gehören zu den wichtigsten archäologischen Landmarken dieser Erde..

Wir glauben alles zu wissen. Unsere Erde ist komplett vermessen. Die Naturgesetze sind uns vertraut. Wir fliegen in den Weltraum und tauchen in die Tiefen der Ozeane. Und doch wissen wir immer noch nicht alles von unserem Erdball. Wir begegnen immer wieder Geschichten von Göttern und Hellsehern, von unerklärlichen Phänomenen und geheimnisvollen Orten. Überall auf der Welt gibt es solche Orte voller Rätsel, Mythen und Legenden. Einige von ihnen wird Dieter Moor in der Spezialsendung näher untersuchen.

Dieter Moor reist nach Afrika und erzählt von dem vielseitigen und faszinierendem Naturerbe dieses Kontinents. Gegensätze wie sie größer wohl kaum sein können bestimmen die Natur Afrikas. Regenwald, Sahara, Gebirge, Wüste oder Inseln, alles wird näher betrachtet und erklärt.

Das Limesmuseum in Aalen ist Basisstation für Dieter Moors Erzählung über das Erbe des Römischen Reiches. Die Reise geht weiter Rund ums Mittelmeer nach Bosra und Lepis Magna und endet bei Pont du Gard in Frankreich.

Dieter Moor erzählt die faszinierende Geschichte der Maya. Dabei besucht er die Maya Denkmäler von Tikal (Guatemala) und Copan (Honduras) sowie die mexikanischen Stätten in Chichen Itza und Palenque. [mehr zu: Maya - Könige aus dem Regenwald]

Dieter Moor erzählt die faszinierende Geschichte der Maya. Dabei besucht er die Maya Denkmäler von Tikal (Guatemala) und Copan (Honduras) sowie die mexikanischen Stätten in Chichen Itza und Palenque. [mehr zu: Maya - Könige aus dem Regenwald]

Die neun Heiligen Berge - acht im Piemont, einer in der Lombardei - sind Pilgerstätten, die an die Stelle des verlorenen Jerusalem treten sollten. Seit Jahrhunderten suchen Menschen hier Trost und Hilfe bei der als wundertätig verehrten Schwarzen Madonna von Oropa.

Das Bikini Atoll war so etwas wie ein Paradies, bis 1946. Die USA machte daraus eine Militärbasis und siedelte die Einwohner um. Es folgten Wasserstoffbomben-Tests, deren Vernichtungskraft tausendmal stärker war als die der Hiroshima Bombe.

Sie ist von Weltruf, Grazie, Stolz und Selbstbewusstsein, von kunstvoller Eleganz, eine Dame mit Stil, Haltung und einer atemberaubenden Biographie - "Notre Dame" die Kathedrale von Reims.

Die Heilige Stadt Anuradhapura - sie war von 250 v. Chr. - 1017 Hauptstadt des singalesischen Königreiches, dann "im Dschungel" vergessen, bis sie um 1820 durch eine britische Expedition wiederentdeckt wurde. Im vierten Jahrhundert vor Christus gegründet, entwickelte sie sich zum religiösen und politischen Zentrum, war mehr als tausend Jahre Königssitz der Insel Sri Lanka.

Vom dritten Jahrhundert v. Chr. bis zur Übernahme durch das Römische Imperium im Jahre 106 unserer Zeitrechnung war Petra das Zentrum eines mächtigen Stammes im vorderen Orient, der Nabatäer. "Fels" bedeutet der Name der Totenstadt Petra im Tal Moses in Jordanien. Als Johann Ludwig Burckhardt, verkleidet als Scheich Ibrahim, 1812 die ehemalige Kultstätte der Nabatäer entdeckte, hatte die Natur diesen Platz bereits zurückerobert. Die hohen Fassaden, Gesimse, Halbsäulen und Giebel, der aus dem Stein herausgehauenen Monumente waren mit dem Stein gealtert. Wind und Regen haben ihr übriges getan. Natur und Kultur waren eins geworden.

Die Hälfte der Zeit ist es nicht da, auch deswegen gehört es zu den Schätzen des Weltnaturerbes: Das Wattenmeer. Ebbe und Flut. Zweimal täglich zieht sich das Wasser an den Nordseeküsten zurück und gibt den flachen Meeresgrund frei. Eine weite graue Fläche, durch die sich schmale Flüsse winden, den Prielen, die im Sonnenlicht wie flüssiges Silber leuchtend. Dieses Naturdenkmal umschließt die Küsten Hollands, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins. Da der Meeresboden eines Wattenmeeres nur ein geringes Gefälle hat, wirken sich hier die Gezeiten stärker aus. Bei Niedrigwasser fallen große Teile trocken und ein Watt entsteht. Innerhalb dieses sensiblen Lebensraums befinden sich Sandbänke, Seegras-Wiesen, Muschelgärten, Salzwiesen, Dünen, Prielen und Trichtermündungen. Das Wattenmeer bietet 2,300 Pflanzen- und Tierarten, die sich an die extremen Bedingungen auf oft außergewöhnliche Weise angepasst haben, einen Lebensraum.

Auf den ersten Blick erscheint sie mit ihrem wuchtigen Turm wie eine zinnengekrönte Burg inmitten der Altstadt von Valencia: Die Seidenbörde, La Lonja de la Seda. Doch wer den Fuß über die Schwelle eines der drei riesigen Portale mit den reich verzierten, gotischen Spitzbögen setzt, glaubt eine Kathedrale zu betreten. Mächtige, spiralförmig gewundene Säulen ragen in der dreischiffigen Basilika über siebzehn Meter hoch auf. Die aus dem Stein gearbeiteten Rippen spannen sich wie Palmzweige zu einem Gewölbe. Einen Altar allerdings sucht man vergeblich, man steht in keinem Gotteshaus, sondern in dem ehemaligen Geschäftstempel der Seidenhändler, dem wohl bedeutendsten gotischen Profanbau Spaniens.Erbaut wurde die Lonja am Ende des 15. Jahrhunderts, als die Kaufleute durch den Seidenhandel reich geworden waren, und die Stadt ihren Wohlstadt architektonisch demonstrieren wollte. Fünfundzwanzigtausend Menschen webten damals an diesem Reichtum. Die Hafenstadt Valencia war zu einer Hochburg der Seidenproduktion herangewachsen, und exportierte den begehrten glänzenden Stoff über das Mittelmeer in alle Welt.

Im ausgehenden 15. Jahrhundert hatten die Portugiesen es geschafft: Afrikas Südspitze war umschifft. Jetzt trennte sie nur noch der Ozean und seine Monsunwinde von den ersehnten Schätzen Indiens. Als Vasco da Gama und seine Mannen auf der Insel an der ostafrikanischen Küste landeten, staunten sie über fein gekleidete Menschen, arabische Händler, und über reich beladene Schiffe im Hafen. Hier werden sie Proviant laden, die Boote reparieren lassen und mit Hilfe der arabischen Seefahrer die Route nach Indien finden, die "carreira da India".Das riesige Fort Sao Sebastiao an der Nordspitze der Insel bezeugt bis heute die Stellung der Ilha de Moçambique im Handelsdreieck Europa-Afrika-Asien. Ein Meisterwerk der Renaissance-Architektur . Die Ilha war bis Ende des 19.Jahrhunderts die Hauptstadt der Portugiesen in Ostafrika.

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