SWR1 Der Abend

Europa driftet nach rechts

14.12.2015 | 22.00 Uhr
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Bei allen politischen Unterschieden, eines haben die Rechtspopulisten in ganz Europa gemeinsam: Sie stellen Minderheiten ins gesellschaftliche Abseits. Für alles, was ihnen politisch nicht in den Kram passt, machen sie kleinere gesellschaftliche Gruppen verantwortlich. Diese sind schwerlich in der Lage, sich adäquat zu wehren, weil ihnen die Lobby, die kritische Größe oder einfach die Macht fehlt, um sich öffentlich zu artikulieren. Die Rechten gehen in ihrer Argumentation sogar weiter und beschuldigen die Minderheit, die Gesellschaft dominieren zu wollen. Mit dieser Strategie gelingt es den Rechtspopulisten in weiten Teilen Europas, immer neue Anhänger zu gewinnen. In Polen ist eine rechte Partei bereits an der Macht und schränkt die Rechte des Parlaments ein, so die Kritik der Opposition. In Frankreich könnte Marine Le Pen 2017 zur Präsidentin aufsteigen. Die gestrige Niederlage ist für den Front National wie ein Sieg und ein weiterer Schritt zur Macht. In Deutschland rückt die AfD in immer mehr Landesparlamente ein. Wie wird sich Deutschland und Europa verändern, wenn dieser Trend anhält? Antworten dazu gibt es in SWR1 Der Abend von dem Rechtsextremismus-Forscher Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer.

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