Schätze der Welt

Neusiedlersee: Kulturlandschaft Neusiedlersee, Österreich-Ungarn, Folge 317

3.12.2017 | 6.00 Uhr | 14:51 min

Verfügbar bis: 19.7.2019, 14.03

Fertö-to, so wird er in Ungarn genannt. Der Neusiedlersee ist der drittgrößte See in Mitteleuropa. Nur anderthalb Meter ist der Steppensee im Durchschnitt tief. In Pannonien, wie die Gegend auch genannt wird, haben viele Völker ihre Spuren hinterlassen. Kelten und Markomannen, Vandalen, Slawen und Awaren. Die Römer gründeten auch Sopron, das frühere Ödenburg. Die Stadt ist Zentrum und natürliche Hauptstadt der Region. Seit dem 16. Jahrhundert prägt die Familie Esterházy die Geschichte des Neusiedlersees. Fürst Nikolaus von Esterházy holte Joseph Haydn als Kapellmeister nach Eisenstadt. 1956, während des ungarischen Volksaufstands, stand die Gegend um den Neusiedlersee für kurze Zeit im Focus der Weltgeschichte. Viele tausend Menschen flohen über den Einser Kanal nach Österreich. Ähnliche, weniger dramatische, Ereignisse wiederholten sich dann im Spätsommer 1989. Dieses Mal waren es Urlauber aus der DDR, die hier die Grenze nutzten, um ihr Glück im Westen zu suchen.

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