Worte und Gedanken | SWR3

Abendmahl

18.4.2019 | 7.00 Uhr | 1:54 min

Verfügbar bis: 12.4.2020, 7.00

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Ruth Schneeberger, kath. Kirche: Andreas hat heute Abend eine Essenseinladung. (Verkündigungssendung) Andreas ist heute Abend zum Essen eingeladen. Bis dahin ist zwar noch Zeit, aber Andreas freut sich jetzt schon drauf. Denn heute ist ein großer jüdischer Feiertag und in seinem Freundeskreis wollen sie zusammen feiern. Aber Andreas ahnt irgendwie, dass das heute Abend mehr wird als nur ein gemütliches Essen unter Freunden. Wo Andreas hingeht? Andreas geht zu Jesus. Er ist sein bester Freund, und irgendwie auch sein großes Vorbild. Die anderen Freunde von Jesus kommen auch. Oder man könnte auch sagen seine Jünger. Andreas ist einer von ihnen und sein Bruder Petrus auch. Sie alle machen sich allmählich Sorgen um Jesus. Denn Jesus hat sich Feinde gemacht. Er wird schon von offizieller Seite gesucht, weil er total aneckt – zumindest bei denen, die religiös an der Macht sind. Kein Wunder, denn Jesus behauptet, dass er selbst direkt von Gott kommt und dass es besser ist auf ihn zu hören als auf Recht und Gesetz. Andreas weiß jetzt noch nicht, wie das mit Jesus weitergeht. Was macht er heute Abend? Und was sagt er? Und was ist, wenn irgendwann der „worst case“ eintritt und sie Jesus tatsächlich vor Gericht bringen? In der Bibel lese ich, wie es bei Andreas weitergeht. Er erlebt heute Abend das „Letzte Abendmahl“. Und schon morgen wird Jesus verhaftet und schließlich umgebracht. Natürlich wird das heute Abend nicht leicht für Andreas, es ist ja ein Abschiedsessen. Aber dabei erlebt er auch etwas Gutes: Jesus gibt Andreas zwei wichtige Gedanken mit. Zwei Dinge, an die sich Andreas halten kann, wenn er dranbleiben will an dem, was er mit Jesus erlebt hat - auch dann, wenn Jesus selber nicht mehr lebt. Diese Gedanken gelten sogar heute noch. Erstens: sich immer wieder mit den anderen Freunden von Jesus treffen und am besten dann auch zusammen essen. Denn beim Essen kann man sich gut austauschen und sich gegenseitig Mut machen. Und zweitens: statt sich bedienen zu lassen, lieber öfter selber dienen.