Worte und Gedanken | SWR3

Nach vorne schauen

10.2.2019 | 8.00 Uhr | 1:19 min

Verfügbar bis: 5.2.2020, 8.00

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Tobias Weimer, evangelische Kirche: Wie ist das bei Ihnen mit den guten Vorsätzen? Fällt es Ihnen leicht, die umzusetzen? Viele unken ja, dass fast alle Vorsätze nach zwei Tagen schon wieder überholt sind. Und es stimmt sicher auch: Bei vielen guten Vorsätzen bleibt es beim Vorsatz. Es ist nicht leicht, alte Gewohnheiten abzulegen und neu zu beginnen. (Verkündigungssendung) Wenn ich wieder einmal an einem guten Vorsatz gescheitert bin, dann hilft es mir, daran zu denken, wie Jesus mit den Menschen umgegangen ist. In der Bibel wird erzählt, dass er oft zu Menschen gegangen ist, die gesellschaftlich geächtet waren. Leute, die auch einiges falsch gemacht hatten in ihrem Leben. Einmal ist er zum Beispiel zu einem gegangen, der alle abgezockt hatte und mit dem deswegen niemand mehr etwas zu tun haben wollte. Ich glaube, Jesus war nicht egal, was all diese Leute davor gemacht hatten. Aber er hat ihnen gesagt: „Was war, das spielt für mich keine Rolle mehr. Für mich zählt, was jetzt kommt.“ So konnten sie ihre Vergangenheit wirklich ruhen lassen und anders weiterleben. Das finde ich sehr befreiend. Ich bin nicht festgelegt auf das, was vergangen ist. Die Vergangenheit darf ruhen. Und ich darf mich mit dem versöhnen, was war. Ich muss nicht hadern oder den Glauben an mich verlieren. Und ich kann nach vorne schauen. Mir gibt das Kraft, auch wenn ich mir etwas vornehme. Denn auch wenn ich in der Vergangenheit schon einmal daran gescheitert bin. Jesus zeigt mir immer wieder: Ich darf neu anfangen. Teaser: Jesus zeigt mir: auch wenn ich mal scheitere, ich darf immer wieder neu anfangen und mich mit dem, was gewesen ist, versöhnen.