SWR2 Journal am Morgen

Ein "Misstrauens-Vorsprung" für Populisten

1.2.2018 | 8.10 Uhr | 8:16 min

Verfügbar bis: 1.2.2019, 8.26

Interview mit Prof. Dr. Hans Vorländer, Politikwissenschaftler, TU DresdenDie AfD sollte im Bundestag unter Dauerbeobachtung gestellt werden, fordert der Politologe Professor Hans Vorländer: "Ein Misstrauens-Vorschuss ist die richtige Strategie". Die drei AfD-Abgeordneten, die im Bundestag als Ausschuss-Vorsitzende bestimmt wurden, sind für Vorländer nur "auf Bewährung" gewählt. "Es ist sicherlich so, dass hier provoziert wurde", sagt der Experte, der an der TU Dresden lehrt, über die Personal-Strategie der AfD. Grüne und Linke hätten sich bei ihrem Einzug in den Bundestag schnell auf die Arbeit im Parlament eingestellt. "Die AfD lebt ja von der Provokation", sagt Vorländer: "Wenn sie sich allzu sehr anpasst, wird das ihre Wählerklientel nicht goutieren".