SWR1 Der Abend

Wenn der Wald zum Urwald wird

27.11.2015 | 22.00 Uhr
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Beobachtungen im Nationalpark | Denken wir an Urwald, dann denken wir an Afrika oder Südamerika. Künftig soll es aber auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Urwälder geben. Der Wald wächst und stirbt und wächst in einem fortwährenden Kreislauf der Natur, mit Tierarten, die sich wieder neu ansiedeln werden und dem Wald ein neues ökologisches Gleichgewicht geben. Das ist gestört, weil der Wald bei uns vor allem ökonomischen Nutzen bringen muss. In den Nationalparks im Nordschwarzwald und im Hunsrück-Hochwald führt jetzt die Natur Regie über sich selbst und sie hat eigene Gesetze für die Entwicklung von Wald, Getier und Umwelt. Gesetze, die bestimmt werden von Sonne, Wind, Regen und Schnee, von Sturm, Käfern, Larven, Auerhühner, Wildkatzen, Hirschen und vielem mehr. Mitten in unserer modernen und getriebenen Welt wird eine Wildnis entstehen, ein Jurassic-Park ohne Dinos aber vielleicht mit Wölfen, Luchsen, Wildpferde und Schlangen. Schmale Pfade führen durch den künftigen Urwald und Ranger erklären den Menschen aus der Stadt, wie die Uhr der Natur tickt. Zunftsmusik? Noch ist der Wald nicht Urwald, aber Ranger Patrick Stader und seine Kollegen zeigen heute schon wie die Nationalpark-Welt in den nächsten 100 Jahren sich verändern wird und diese Veränderung ist die Geschichte von Leben und Sterben.

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