SWR2 Matinee

Die Karriere des Cellos in der Musikgeschichte - Alban Gerhardt im Gespräch

21.10.2018 | 12.00 Uhr | 12:15 min

Verfügbar bis: 16.10.2019, 12.00

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Unzählige Menschen geben an, das Cello sei ihr Lieblingsinstrument, sogar der Taxifahrer wisse inzwischen genau, dass er da ein Violoncello im Kasten habe, erzählt der international renommierte Solist Alban Gerhardt. Nie war das Cello so beliebt wie heute - und nie war es so teuer. Bis zu 25 Millionen Euro kann so ein Cello kosten. Wenn es ein alter Italiener ist, am besten noch aus der Werkstatt eines berühmten Geigenbauers wie Antonio Stradivari, Domenico Montagnana stammt, oder, wie das Cello von Alban Gerhardt, aus der von Matteo Goffriller. Dass er solch ein Instrument besitze, verdanke er aber auch dem Umstand, dass er rechtzeitig gekauft habe, so Gerhardt. Denn der Instrumentenmarkt entwickle sich preislich ähnlich wie der Kunstmarkt - in astronomische Höhen. Was zur Folge hat, dass sich junge, aufstrebende Cellisten oftmals gar kein eigenes Cello leisten können. Allerdings gibt es auch immer mehr sehr gute Neubauten und letzten Endes könne man auch auf einem japanischen Fabrikcello schön spielen. Wenn es denn sein muss.

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