Worte und Gedanken | SWR3

Vielleichtknopf für den Glauben

15.7.2019 | 7.00 Uhr | 0:57 min

Verfügbar bis: 9.7.2020, 7.00

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Ute Niethammer, evangelische Kirche: Gott zu lieben ist fast zu aufregend, findet der Redakteur Hannes Schrader. (Verkündigungssendung In einem Brief an Gott schreibt er: „(…) Die Liebe zu Dir ist eben nicht "mal schauen", nicht locker, nicht entspannt, lässig, sie ist auch nicht sexy oder geil. Dafür ist sie zu intim. So wie in einer Berührung manchmal alles knistert und sich aufstellt und nah ist, ganz oben, direkt unter der Haut, obwohl man nur kurz Feuer brauchte oder das Bier halten sollte; und jeder weiß, dass da kein One-Night-Stand mithalten kann. Weil da so viel drinsteckt, weil man sich öffnen muss und verletzbar sein und hoffen. So ist das mit Dir, (Gott). Und weil uns das Angst macht, chillen wir lieber bei Tinder oder beim Yoga, weil wir uns da nichts vorwerfen müssen, wenn wir doch absagen, denn alle hatten eh auch noch was anderes vor. Hey, kein Ding, alles cool, dann nächste Woche. Wir sind die mit dem Vielleichtknopf fürs Leben nach dem Tod, weil wir zu viel Schiss haben, uns auf was einzulassen, das für immer sein könnte.“ Quelle: Hannes Schrader, Jung und Gott; https://www.zeit.de/campus/2017-08/glaube-gott-religion-junge-menschen/seite-2