SWR2 Matinee

Die Kunst der Bauhausfuge

14.4.2019 | 9.03 Uhr | 6:18 min

Verfügbar bis: 8.4.2020, 9.03

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Kunst und Handwerk gehen eine Symbiose ein, um daraus etwas Neues zu erschaffen, eine Art Gesamtkunstwerk fit für die Zukunft. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg, als Walter Gropius in Weimar das Bauhaus gründete, war genau die richtige Zeit für Utopien. Man wollte eine bessere Gesellschaft, ein neues Verständnis von Kunst und Kultur, im Idealfall sogar einen besseren Menschen erschaffen. Neben den klassischen Bauhaus-Disziplinen wie Design, Architektur, Malerei, Bildhauerei spielte am Bauhaus aber auch die Musik eine Rolle - oft als Impulsgeberin für Tanz und Theater, aber auch als autonome Kunstform. Dennoch hat sich nie so etwas wie eine musikalische Bauhaus-Schule gebildet. Das lag zum einen am Geld: als die Idee aufkam, wurden gerade die staatlichen Mittel für das Bauhaus um 50% gekürzt. Dazu kam noch eine Affäre mit einem berühmten Komponisten, der in Weimar sicher mindestens genauso viel hätte bewegen können wie gut 60 Jahre zuvor Franz Liszt. Jan Ritterstaedt über Musik und Musiker am Bauhaus.