Zur Sache Rheinland-Pfalz

Zur Sache Rheinland-Pfalz vom 1.2.2018

1.2.2018 | 20.15 Uhr | 44:50 min

Verfügbar bis: 1.2.2019, 21.13

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Moderation: Britta KraneRedaktion: Andreas HeerwigGefährlicher Seitenwind - Wenn Lastwagen plötzlich umkippenFast jeder kennt die Kräfte, die wirken, wenn eine Windböe das Fahrzeug trifft und es an den Fahrbahnrand oder in Richtung Straßenmitte drückt. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Besonders gefährlich ist starker Seitenwind in Baustellen mit stark verengten Fahrspuren. Lastzüge kommen in den Baustellen leicht ins Schlingern und werden so zur Gefahr für überholende Fahrzeuge. Wie stark auch modernste Lastwagen gefährdet sind, zeigt sich jetzt bei den Winterstürmen. Derzeit vergeht kaum eine Woche ohne Nachrichten und Bilder über umgestürzte Lastwagen. Mit leichter Fracht oder bei Leerfahrten können sich LKW-Gespanne bei kräftigem Seitenwind regelrecht aufschaukeln. Der Anhänger kann dann sogar bei langsamer Fahrt umstürzen und die Zugmaschine mitreißen. Für den Fahrer und die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer ist das lebensgefährlich. Oft sind die betroffenen Autobahnen dann für Stunden gesperrt. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es regelrechte Hotspots für Seitenwind-Unfälle: etwa bei Alzey, auf der A61, in der Südpfalz oder im Norden auf der A3. Verkehrsexperten fordern deshalb Windschutzwände und Warnsysteme. Jetzt gibt es in Rheinland-Pfalz erste Pilotversuche. "Zur Sache"-Reporter Wolfgang Heintz war mit Experten für Seitenwind auf den Autobahnen des Landes unterwegs. Er wollte genau wissen, warum sogar modernste Lastwagen bei starkem Seitenwind gefährdet sind und wie man die Unfallgefahr senken kann.Protestkundgebung in Kandel - Wer sind die Organisatoren des sogenannten "Frauenbündnis" und welche Rolle spielt die rechte Szene?Tagelang wurde im Internet zu einer Demonstration durch Kandel aufgerufen. Als Veranstalter trat das "Frauenbündnis Kandel" auf. Man wolle damit gegen angeblich verbreitete "Gewalt, Unsicherheit, Ratlosigkeit" und "Zukunftslosigkeit" protestieren. Doch wer steht dahinter? Am Sonntagnachmittag folgten dem Aufruf rund 1000 Menschen. Nach Angaben der Polizei befanden sich darunter rund 100 Angehörige des rechten Spektrums, darunter auch Personen, die der NPD, dem sogenannten "III. Weg" und der Hooligan-Szene zugeordnet werden. "Zur Sache"-Reporter Frank Helbert wollte wissen: Wer sind die Organisatoren des "Frauenbündnis" und welche Rolle spielt die rechte Szene?"Zur Sache - will's wissen - Wie wird man Windkraftanlagen wieder los?Ausgediente Windräder - Experten warnen vor EntsorgungsnotstandInzwischen drehen sich in Deutschland 28.000 Windräder. Auch in Rheinland-Pfalz sind es rund 1700. Nach nur rund 20-jährigem Betrieb werden Windräder in aller Regel wieder abgebaut. Noch viel schneller geht das, wenn die Anlagen durch leistungsstärkere mit höheren Masten und neuen Rotorblättern ersetzt werden. Tausende Anlagen werden deutschlandweit auf diese Weise "repowert", wie es in der Windkraftbranche heißt. Sicher: Das Fundament kann wieder ausgraben und der Beton zermahlen werden. Die Stahlsegmente des Mastes, Kabel und Getriebe lassen sich leicht verschrotten und einschmelzen. Doch ein großes Problem sind die riesigen Rotorblätter. Sie sind aus besonders festen Verbund-Kunststoffen, für die es bislang noch keine wirkliche Recyclingmöglichkeit gibt. Was bleibt, ist unter anderem der Verkauf nach Afrika. Große Entsorger, wie etwa Rimondis, warnen bereits vor einem Entsorgungsnotstand. "Zur Sache"-Reporterin Lucretia Gather hat sich in der Eifel Windradschrott angeschaut: gigantische Anlagenteile, die einfach so an einem Waldrand in der Eifel liegen. Sie wollte mehr wissen über die Schwierigkeiten bei der Entsorgung von Rotorblättern und mögliche technische Lösungen.Windparks zu verkaufen - Warum Gemeinden Windräder loswerden wollenLieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, so sehen jetzt viele Kreistags-Mitglieder das Engagement des Donnersbergkreises für die Windenergie. An drei Windparks ist der Landkreis derzeit beteiligt. Doch trotz aller Prognosen, die der Kommune hohe Gewinne in Aussicht stellten, fährt man nur Verluste ein. Zuletzt sind die Belastungen für den Landkreis so groß geworden, dass man sich jetzt dazu entschlossen hat, die Beteiligungen des Landkreises an den Windparks zu veräußern. Die Anteile an den Windenergieprojekten werden jetzt ausgeschrieben und man hofft auf einen potenten Käufer, der die Anteile übernimmt. Doch wer kauft Windparks, die Verluste abwerfen? Und wer ist eigentlich verantwortlich für das Desaster? Die viel zu optimistischen Windgutachter oder übereifrige Kommunalpolitiker? Die Verantwortlichen in Kirchheimbolanden erleben diese Zeit jedenfalls zwischen Hoffen und Bangen. "Zur Sache"-Reporter Edgar Verheyen mit den Hintergründen.Kritik an Luftkampfübungen über der Pfalz - Politiker und Bürger fordern Verlagerung der Übungszone für KampfjetsFür viele war es eine Überraschung, als der Kreistag des Landkreises Kaiserslautern einem Antrag der Grünen folgte. Mit großer Mehrheit wurde erstmals quer durch alle Parteien gefordert, das Trainingsgebiet für den Luftkampf über der Region zu verlegen. Es geht dabei um die sogenannte TRA Lauter und die Polygone-Station bei Bann. Erstere ist ein abgesteckter Luftraum, in dem bis zu fünf Kampfjets den Ernstfall trainieren können. Mit der Polygone-Station kann unter anderem die Radartäuschung feindlicher Luftabwehrstellungen geprobt werden. Damit ist die Übungszone in der Pfalz für die US-Luftwaffe, die Bundeswehr, aber auch für Geschwader vieler verbündeter Staaten der NATO attraktiv. Doch für die Menschen rund um Kaiserslautern bedeutet das jedes Jahr viele tausend Stunden Fluglärm zusätzlich zu den Frachtmaschinen auf der Airbase Ramstein. Viele wollen den oft ohrenbetäubenden Krach nicht mehr hinnehmen. Dass der Wiederstand wächst, haben inzwischen auch viele Kommunalpolitiker im Landkreis Kaiserslautern erkannt. "Zur Sache"-Reporter Tilo Bernhardt über einen Konflikt zwischen lärmgeplagten Bürgern und Militär, der in der Pfalz immer größere Kreise zieht.FCK in der Krise - Können Steuererhöhungen in Kaiserslautern den Verein retten?Die Kaiserslauterer lieben ihren FCK. Jeder in der Stadt weiß, wie schwierig die finanzielle Lage des Vereins seit Jahren ist. Viele hoffen, dass es wieder aufwärts geht. Doch derzeit ist eher das Gegenteil der Fall. Trainer und Vorstände geben sich die Klinke in die Hand, der Verein gerät sportlich und wirtschaftlich immer tiefer in die Krise. Wie ein Mühlstein wirken dabei die Kosten für das Stadion am Betzenberg. Die Fußballarena wurde zur WM 2006 für viel Geld ausgebaut. Jetzt muss der Verein Pacht an die städtische Stadiongesellschaft zahlen. In der zweiten Liga sind das jährlich mindestens 2,4 Millionen Euro. Jeder weiß inzwischen, dass das nicht zu stemmen ist, auch weil der Verein inzwischen stark verschuldet ist. Deshalb hat die Führung des FCK die Stadt um eine Pachtminderung gebeten. Wenn es nach dem Verein geht, würden bei einem Abstieg in die dritte Liga nur noch etwa eine halbe Million Euro fließen. Für die städtische Stadiongesellschaft ist das der finanzielle Gau, denn der Millionenkredit für das Stadion muss bedient werden. Weil die Stadt selbst mehr als klamm ist, sieht Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) nur noch eine Lösung: Es muss mehr Geld in die Stadtkasse. Sein Vorschlag: Die Kaiserslauterer sollen mehr Grundsteuern zahlen. Doch das bringt viel auf. "Zur Sache"-Reporter Jörg Armbrüster über den Verein, die Stadt und das liebe Geld."Zur-Sache"-Pin: "Macrons Europapolitik"Es war ein Paukenschlag als Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron seine europapolitischen Ziele präsentierte. Da geht es beispielsweise um ein europäisches Verteidigungssystem, einen Eurofinanzminister und sogar ein Eurobudget. Diese Punkte spielen jetzt auch bei den Koalitionsverhandlungen in Deutschland eine Rolle. Die möglichen Partner SPD, CDU und CSU müssen sich positionieren. Grund genug "Macrons Europapolitik" in einem "Zur Sache"-Pin zu erläutern."Zur Sache"-Schätzchen: "Zwerggewichte"Einmal im Leben Zwerg sein, das könnten sich auch "Comic-Malu" und "Comic-Julia" vorstellen. Aber gleich die ganze Partei oder gar ganz Deutschland schrumpfen, dass geht "Comic-Malu" dann doch zu weit.zur-sache-rp.de

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